Einige Gedanken zum Thema Qualität

Wenn Sie planen, einen Kurs fürs Segeln oder Motorbootfahren zu machen, vergleichen Sie sicher die Angebote verschiedener Schulen. Dass es dabei nicht ausschließlich um den Preis geht, ist Ihnen klar. Ist Ihnen die Segelschule Rückenwind von einem unserer Teilnehmer empfohlen worden? Fein, dann haben Sie es ja leicht. Wenn nicht, ist es wie mit Zahnarzt oder Handwerker: Leider erst dann, wenn die Dienstleistung, also der Kurs, fertig ist, können Sie die Qualität der erbrachten Leistung beurteilen. Dann ist es aber zu spät. Wie können Sie die Qualität schon vorher einschätzen?

Deshalb geben wir Ihnen hier einige hilfreiche Kriterien zur Hand, anhand derer Ihnen die Beurteilung Ihrer künftigen Segel- bzw. Motorbootschule auch schon vor Kursbeginn erleichtert werden soll:

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  1. Wo wollen Sie Boot fahren? Grundsätzlich gilt:
    • Machen Sie den Schein auf dem Gewässer, auf dem Sie später auch fahren wollen.
    • Wenn Sie im Küstengebiet oder auf dem Meer unterwegs sein wollen – dazu zählen auch der Greifswalder Bodden, der Peenestrom und das Achterwasser – dann machen Sie Ihren Sportbootführerschein See besser nicht im Binnenland. Denn dort gibt es oft kaum Wind und Wellen. Bei uns im Seegebiet lernen Sie dagegen von Anfang an, mit Wind und etwas Strömung umzugehen, so dass Sie später keine unangenehmen Überraschungen erleben.
  2. Wie liegen die Kurstermine? Ist die Schule in der Lage, alle Kurstermine zu veröffentlichen?
    Oder heißt es, meist mangels Teilnehmer:
    „ … auf Anfrage“, oder
    „ … jederzeit“, oder
    „ … nächste laufende Kurse“?
    Bei jeder dieser Formulierungen sollten Sie vorsichtig sein.
  3. Bietet die Schule auch anspruchsvollere Kurse für höhere Scheine an? Selbst wenn Sie im Moment noch Anfänger sind und lediglich einen amtlich vorgeschriebenen Schein machen wollen, orientieren Sie sich besser an Schulen, die auch die höheren Scheine Sportküstenschifferschein und Sportseeschifferschein mit festen Terminen anbieten. Denn nur dann können Sie sicher sein, dass Sie von Anfang an bestens qualifizierte Ausbilder haben. Anderenfalls hat eventuell Ihr künftiger Ausbilder selbst erst vor kurzem den Sportbootführerschein gemacht und ist Ihrem Wissen lediglich um nur einen Schein voraus.
  4. Wo findet der Unterricht statt? Unser Unterrichtsraum ist Unterrichtsraum und nichts anderes. Keine Büro-Besprechungsecke, kein umgebauter Campingwagen, kein Gasthaus-Hinterzimmer, keine umgewidmete Wohnstube. Hier findet nichts anderes statt als Unterricht, mit Tafel, Computer, Tageslicht-Projektor, Beamer und mit vielen Unterrichtsmaterialien, wie Sie sie in der Praxis auch auf den Booten wiederfinden werden. Gern können Sie sich Ihren künftigen Unterrischtsraum zeigen lassen.
  5. Wie groß sind die Kurse? Alle unsere Praxisausbildungen machen wir ausschließlich in Kleingruppen. Und selbst im Theorieunterricht ist die Teilnehmerzahl auf 14 begrenzt. Das gibt Ihnen immer die Möglichkeit, dass im Unterricht auf Ihre Fragen ausführlich eingegangen wird und sich der Lehrer genügend Zeit nehmen kann für die Betreuung jedes Einzelnen. Und unsere technisch orientierten Kurse, wie Funk und GPS-Navigation, sind sogar auf nur 10 Teilnehmer begrenzt.
  6. Wie ist die Qualität der Ausbildung?
    Die Berufsbezeichnungen Segel- bzw. Motorbootlehrer sind nicht geschützt. Deshalb darf jeder, der will, sich so nennen. Eine entsprechende Ausbildung oder Prüfung ist nicht vorgeschrieben. So gibt es erschreckend viele Schulen, deren Ausbildungsqualität niemand geprüft hat. Diese Schulen sind nicht unbedingt schlecht – aber wie können Sie das vorab wissen?

    Wir zum Beispiel sind offiziell
    – anerkannt vom Deutschen Segler Verband (DSV, in deren Suchmaske Rückenwind mit „ue“ tippen!)
    – anerkannt vom Deutschen Motor Yacht Verband (DMYV) und
    – anerkannt vom Verband Deutscher Sportbootschulen (VDS).
    Diese Anerkennungen garantieren Ihnen, dass wir Ihnen Folgendes bieten:
    – geprüfte didaktische Fähigkeiten des Lehrers,
    – ausreichender Bootspark,
    – die Schule ist in unmittelbarer Wassernähe,
    – eigene Unterrichtsräume,
    – die Schüler sind bei einem Unfall versichert, und
    – die Schulleitung besitzt die geforderten Qualifikationen: Sportseeschifferschein (das ist der zweithöchste deutsche Schein, der sich bereits auf dem Niveau der Berufsschifffahrt bewegt), dazu selbstverständlich die Sportbootführerscheine See und Binnen sowie die Funkzeugnisse für See und Binnen.

  7. Was macht die Segel- oder Motorbootschule hauptsächlich? Liegt das Hauptaugenmerk der Schule tatsächlich auf der Ausbildung? Lebt die Schule von der Ausbildung?
    Oder ist sie nur Teil eines großen Yachtcharterunternehmens und bietet eine Ausbildung nur an, um auf diesem Weg potenzielle Kunden für die vielen Yachten zu bekommen? Gehört die Schule zu einem Hotel, und das Geld wird hauptsächlich mit der Gastromie verdient? In diesen Fällen müssen Sie befürchten, dass die Ausbildungsqualität zweitrangig ist. Oder handelt es sich um eine Autofahrschule, die nebenbei ein bisschen Motorbootsausbildung macht, um ihr Budget aufzubessern? Oder ist sie eigentlich eine Surfschule und macht zusätzlich zu den Strandsportarten auch eine Segel- oder Motorbootausbildung? Oder will hier der Betreiber eines Sportboothafens künftige Mieter für seine Liegeplätze an sich binden und bietet deshalb neben seiner eigentlichen Tätigkeit – der Unterhaltung und Pflege seines Hafens – ein paar Kurse im Hinterzimmer des Hafenmeisters an?
    In all diesen Fällen ist die Sportboot-Ausbildung eher Nebensache und nicht das eigentliche Geschäft des Anbieters.
    Wir dagegen leben davon, unseren Teilnehmern eine gute und solide Sportbootausbildung auf Segel- oder Motorbooten zu gewährleisten. Wir haben uns genau darauf spezialisiert.
  8. Bietet Ihnen die Schule alles aus einer Hand an? Oder schickt Sie sie nach der Theorieausbildung für den Sportbootführerschein See oder Binnen zu einer anderen Schule, die möglicherweise in einem ganz anderen Ort liegt, damit Sie dort den Praxisunterricht erhalten?
  9. Prüfungsanmeldung selber machen oder macht das die Schule?
    Übernimmt die Schule für ihre Schüler die Anmeldeformalitäten für die amtlichen Prüfungen? Oder wird der Schüler mit diesem wichtigen und entscheidenden “Formalkram” alleine gelassen?
    Das passiert Ihnen bei uns nicht. Wir beraten gern beim Ausfüllen der Anträge und melden Sie zur Prüfung an.

  10. Möchten Sie ohne Stress und statt dessen mit viel Freude das Segeln lernen? Ohne stundenlang Theorie büffeln zu müssen? Dann empfehlen wir Ihnen, an Stelle des amtlichen „Sportbootführerschein Binnen unter Segel“ einen nicht-amtlichen Segelschein zu machen. Deren Prüfung dürfen natürlich nur von einem Segelverband anerkannte Segelschulen abnehmen:
    Wir sind die einzige Segelschule in der Region der Insel Usedom, die die Prüfung zum nicht-amtlichen Segelgrundschein des VDS (Verband Deutscher Sportbootschulen) abnehmen darf.
    Dadurch
    – sind Sie zeitlich unabhängig von den amtlichen Prüfungsterminen und
    – brauchen nur wenig Theorie auswendig zu lernen.
  11. Wie zeitintensiv ist die Ausbildung?
    Alle unsere Kurse beinhalten überdurchschnittlich viele Unterrichtsstunden.
    Unsere Segelkurse zum Beispiel haben einen Umfang von 25 Stunden. Es gibt beispielsweise Segelschulen, deren Segelkurse gerade mal halb so lang sind. Vergleichen Sie hierbei, ob dann der Preis fairerweise ebenfalls bei nur der Hälfte liegt.
  12. Und was ist, wenn doch mal etwas passiert? Die Segelschule Rückenwind ist gegen etwaige Unfälle der Teilnehmer versichert.
    Ebenso auch der gesamte Bootspark. Malen Sie sich nur aus, Sie rammen mit dem Schulungsboot eine wertvolle Yacht. Dann ist schnell ein Streit losgetreten, wer den teuren Schaden bezahlt. Unsere Boote sind alle haftpflichtversichert!
  13. Wie ist das zahlenmäßige Verhältnis Schüler/Lehrer auf den Segelbooten?
    Ist zum Beispiel ein einzelner Lehrer für 10 Schüler zuständig? Ist der Lehrer schon von Anfang an auf einem Motorboot lediglich begleitend dabei?
    Bei uns zum Beispiel ist auf jedem Segelboot ein Lehrer: 1 Boot, 1 Lehrer, 2-4 Schüler pro Boot. Erst ab der zweiten Kurshälfte segeln unsere Schüler, ohne dass der Lehrer mit auf dem Boot ist.
  14. Wie sind die Segelboote? Unsere Segelboote sind weder ausgemusterte Vereinsboote noch zufällige eBay-Schnäppchen. Es sind sind Konstruktionen, die sich für die speziellen Bedürfnisse von Segelschülern seit vielen Jahren bestens bewährt haben. Das heißt, sie bieten viel Platz, damit es auch mit Segelpartnern + Segellehrer nicht gleich eng wird an Bord. Zudem sind die Boote extrem kentersicher gebaut und vermitteln gerade dem Anfänger ein enormes Sicherheitgefühl. Gern zeigen wir Ihnen Ihr künftiges Ausbildungsboot.
  15. Wie ist es mit dem Ausbildungs-Motorboot? Unsere Praxisausbildung machen Sie auf einem soliden 1,5 Tonnen schweren Boot. Es ist zugelassen für sechs Personen und ist mit kompletter Sicherheitsausrüstung ausgerüstet. Sie üben auf einem “richtigen” knapp sechs Meter langen Schiff mit klassischem Wellenantrieb und sogenanntem Innenbord-Motor. Sehr gern können Sie sich vorab „Ihr“ Schiff zeigen lassen.
  16. Was gilt es bei der Ausbildungsyacht zu beachten? Nur Skipper mit jahrelanger Yacht-Erfahrung leiten bei uns die praktische Ausbildung bei den sogenannten SKS-Ausbildungstörns. Unsere Teilnehmer verbringen die Nächte auf einem komfortablen zirka 12 Meter langen Schiff. Diese Yacht ist als eine der wenigen (!) in der Region Rügen/Usedom von der Berufsgenossenschaft Verkehr als Ausbildungsschiff geprüft und zertifiziert. Sie erfüllt damit erheblich höhere Sicherheitsanforderungen als z.B. Charterschiffe (welche leider von einigen Schulen ebenfalls als Ausbildungsschiffe verwendet werden. Fragen Sie Ihre künftige Schule immer danach!).