Hier haben wir für Dich zu jedem der vier SKS-Themenfelder ein paar typische Fragen und Antworten ausgesucht, wie sie auch im SKS-Unterricht und in der Prüfung vorkommen.



Themenfeld Seemannschaft / Praktische Bootsführung:

Propeller

Mit welchen vier Angaben werden Propeller auf Yachten beschrieben?

Anzahl der Flügel,

Größe ihrer Fläche,

Durchmesser und

Steigung.

Zweikreiskühlung

Welchen Vorteil hat die Zweikreis-Kühlung gegenüber der Einkreis-Kühlung?

Im Zweikreis-Kühlsystem wird im inneren geschlossenen Kühlwasserkreislauf Süßwasser gefahren.

Dem geschlossenen Kühlwassersystem können Zusätze (z. B. Frostschutzmittel) zugegeben werden. Ablagerungen durch Fremdwasser werden verhindert.

Durch eine thermostatische Regelung des Wärmeaustausches zwischen innerem und äußerem Kreislauf erreicht der Motor schneller seine Betriebstemperatur, diese wird auch konstant gehalten.

Yacht seeklar machen

Was ist vor Reisebeginn beim Seeklarmachen zu überprüfen und zu beachten? Nennen Sie mindestens sechs Beispiele.

1. Seetüchtigkeit der Yacht,

2. Zahl und Zustand der Segel,

3. Treibstoffvorrat,

4. Navigationsunterlagen,

5. Sicherheitseinweisung der Besatzung,

6. Rettungsmittel,

7. Seenotsignale,

8. Trinkwasser- und Proviantvorräte,

9. Funktionsfähigkeit des Motors,

10. Funktionsfähigkeit der elektronischen Navigationsgeräte,

11. Lenzeinrichtungen,

12. Feuerlöscher,

13. Boots- und Personalpapiere,

14. Betriebsfähigkeit der UKW-Seefunkanlage.

Ankergrund

Welchen Ankergrund sollten Sie nach Möglichkeit meiden?

Steinige, verkrautete und stark schlammige Böden.

Logbuch

Welche Daten sollten mindestens an Bord im Logbuch dokumentiert werden?

1. Namen und Funktionen der Crewmitglieder,

2. Beginn und Ende einer Fahrt und

3. in angemessenen Zeitabständen: Position, Kurs, Geschwindigkeit, Strömung, Wetter, Luftdruck.

Gewitteraufzug

Sie sind mit ihrer Segelyacht auf See. Was veranlassen Sie bei einem Gewitteraufzug?

1. Vorsegel rechtzeitig verkleinern,

2. Großsegel klar zum Reffen oder Bergen,

3. Schlechtwetterkleidung, Sicherheitsgurte und Rettungswesten anlegen,

4. Position in Karte eintragen.

Gelcoat

Was versteht man im Bootsbau unter Gelcoat?

Die äußere Schutzschicht eines Bauteils aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Vorsegel für schweres Wetter

Warum sollten Vorsegel für schweres Wetter im Unterliek hoch geschnitten sein?

Damit überkommende Seen nicht ins Segel schlagen und so Rigg und Segel belasten.

Mehrere Anker

Warum sollten Sie mehr als einen Anker an Bord haben, möglichst unterschiedlicher Art?

1. Als Ersatz bei Verlust,

2. zum Verwarpen oder Verkatten,

3. um unterschiedliche Ankergründe berücksichtigen zu können,

4. um bei schwerem Wetter oder in Tidengewässern vor 2 Ankern liegen zu können.

Krängung und Ruderdruck

Sie segeln am Wind, Krängung und Ruderdruck nehmen stark zu.

1. Wie bezeichnet man das Verhalten des Bootes?

2. Mit welchen Mitteln können Sie die Krängung und den Ruderdruck vermindern?

Zu 1. Luvgierigkeit.

Zu 2. Traveller nach Lee setzen und/oder Großschot (etwas) fieren, Großsegel reffen.

Themenfeld Navigation

Bekanntmachungen für Seefahrer

Zählen Sie die am häufigsten vorkommenden Ereignisse und Maßnahmen auf, über die die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) unterrichten.

1. Änderungen an Befeuerung, Betonnung und Landmarken,

2. veränderte Wassertiefen,

3. Wracks, Schifffahrtshindernisse, Rohrleitungen usw.,

4. Bauarbeiten, Baggerarbeiten, militärische Übungen und damit zusammenhängende Sperrungen oder Behinderungen.

Loggen

Was müssen Sie beachten, wenn Sie die mit Loggen ermittelte Fahrt z. B. für das Arbeiten in Seekarten berücksichtigen wollen?

Die üblichen Logmethoden liefern ausschließlich die „Fahrt durchs Wasser (FdW)“. Um die „Fahrt über Grund (FüG)“ zu ermitteln, müssen Stromrichtung und Stromgeschwindigkeit berücksichtigt werden.

Terrestrische Ortsbestimmung

Welche Möglichkeiten der terrestrischen Ortsbestimmung muss man kennen?

1. Kreuzpeilung,

2. Peilung und Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand),

3. Peilung und Lotung.

GPS-Position

Wie kann man feststellen, ob die GPS-Position genau bzw. zuverlässig ist?

1. Durch den vom Empfänger angezeigten HDOP (horizontal dilution of precision = Satellitenverteilung).

2. Durch die vom Empfänger angezeigte Anzahl der getrackten Satelliten.

3. Durch Vergleich mit anderen Navigationssystemen und der Koppelposition.

Navigatorische Mindestausrüstung

Was gehört zur navigatorischen Mindestausrüstung einer Yacht in Küstengewässern? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

1. Steuerkompass,

2. Peileinrichtung,

3. terrestrisches oder satellitengestütztes Funknavigationsgerät,

4. Log,

5. Lot,

6. Fernglas,

7. Barometer,

8. Weltempfänger für Rundfunk,

9. Seebücher und auf den neuesten Stand berichtigte Seekarten für das zu befahrende Seegebiet,

10. Logbuch,

11. Uhr/Zeitmesser.

Themenfeld Schifffahrtsrecht

Sicherheitszonen

Was sind „Sicherheitszonen“ im Sinne der Verordnung zu den KVR?

Sicherheitszonen sind Wasserflächen im Umkreis von 500 m um Plattformen, Bohrinseln, Forschungsanlagen u. a., die nicht befahren werden dürfen.

Gefahr- und Warnsignal

Wann ist von einem Fahrzeug auf einer Seeschifffahrtsstraße das „allgemeine Gefahr- und Warnsignal“ zu geben und wie lautet es?

Gefährdet ein Fahrzeug ein anderes Fahrzeug oder wird es durch dieses selbst gefährdet, hat es, soweit möglich, rechtzeitig das Schallsignal zu geben:

ein langer Ton, vier kurze Töne;
ein langer Ton, vier kurze Töne.

Außerhalb des Fahrwassers

Was muss ein Sportfahrzeug in Bezug auf das Fahrwasser beachten, wenn es außerhalb des Fahrwassers fährt?

Außerhalb des Fahrwassers ist so zu fahren, dass klar erkennbar ist, dass das Fahrwasser nicht benutzt wird.

Bundesflagge

Wann und wo wird die Bundesflagge geführt?

Auf in Betrieb befindlichen Yachten während der Flaggzeit in den Küstengewässern, auf See und im Hafen am Flaggenstock am Heck, auf segelnden mehrmastigen Yachten auch im Topp des hintersten Mastes (nicht am Achterstag).

Schutzzonen

Wo sind die Grenzen der Schutzzonen I und der speziellen Schutzgebiete in den Nationalparks aufgeführt?

In den Seekarten.

Themenfeld Wetterkunde (hier mit Schwerpunkt Gewitter)

Wind

Was ist Wind und wie entsteht er?

Wind ist bewegte Luft.

Die Bewegung entsteht durch die Druckunterschiede zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten.

Gefahren durch Gewitter

Welche Gefahren kann ein Gewitter mit sich bringen?

1. Böen bis Orkanstärke,

2. plötzliche Winddrehungen,

3. Regen- oder Hagelschauer mit zum Teil starker Sichtminderung,

4. Blitzschlag.

Besonders starke Gewitter

Wann entstehen besonders starke Gewitter?

Besonders zum Ende einer hochsommerlichen Schönwetterperiode im Zusammenhang mit Kaltfronten.

 

Wärmegewitter

Welche Wolken kündigen oft schon vormittags kräftige Wärmegewitter an?

Altocumulus castellanus (mittelhohe türmchenartige Haufenwolken).

Gewitterböen

Warum werden Gewitterböen in der Windvorhersage zusätzlich angegeben?

Besonders im Sommer können bei Schwachwindlagen Gewitter mit Böen auftreten, die Sturm- oder Orkanstärke erreichen können.

Schauerböen

Was ist mit dem Zusatz „Schauerböen“ bei der Windvorhersage verbunden?

1. Die Schwankung in der Windrichtung kann bis zu 45° um die Hauptwindrichtung betragen, also von Westnordwest (WNW) bis Nordnordwest (NNW).

2. Es können Böen auftreten, die etwa 1 bis 2 Bft über dem Mittelwind liegen.

Wetterinformationen

Nennen Sie 6 Möglichkeiten, um Wetterinformationen an Bord zu erhalten.

  • Hörfunksender (UKW, KW, MW, LW),
  • Küstenfunkstellen, Verkehrszentralen,
  • NAVTEX,
  • SafetyNet (Satcom),
  • Online-Dienste (z. B. SEEWIS-Online des Deutschen Wetterdienstes),
  • Faksimile (Wetterfax), Faxpolling (z. B. SEEWIS-Fax des Deutschen Wetterdienstes),
  • Telefonabruf,
  • Törnberatung.